Gerhard Mevissen

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Gerhard Mevissen - Newsletter im März 2019

Brief aus dem Atelier 67 - März 2019


Liebe Freundinnen und Freunde kontemplativer Kunst!

D ies ist ein Brief mit aktuellen Ankündigungen: Auf der Startseite finden Sie eine Galerieausstellung, die 30 kleinformatige, neue Aquarelle zeigt. Sie sind auch käuflich zu erwerben.

Ausstellung "Kleine Blätter"

I ch stelle sie unter das Motto „Kleine Blätter“. Anders als bei einem Großformat schaut man hier nicht in einen großen Bildklangraum, sondern auf eine Verdichtung aus gebündelten Malhandlungen innerhalb eines knapp bemessenen Papiergrunds. Alles ist über kleine Gesten, Linien und Formen auf Tiefe scharf gestellt. Hier ist wahrnehmbar eine leise Stimme, die einer Stimme in den Betrachter*innen antworten möchte. Solche Bilder sind für das Schauen ein persönliches Gegenüber, eine Art privater Bildbegleiter, den man einfach in den Händen halten und anschauen kann.

D iese kleinen Blätter sind Früchte der Zurückhaltung, sich nicht im Großformat den luftigen Raum zu nehmen und – wie der Rotmilan in der Landschaft unterhalb meines Atelierfensters – mit ausladendem Flügelschlag die blaue Weite zu öffnen. Diese kleinen Bildgedichte verdanken sich der Zurücknahme zugunsten verdichteter Prozesse: Sie sind eine Konzentration darauf, kleine Essenzen von Sinn zu gewinnen, ohne die Energie für den großen Raum frei zu geben. Sie sind also von ihrer Natur her Konzentrate von Sinnsuche und Sinnerfahrungen, die aus der persönlichen Nähe immer wieder neu erlebt werden wollen. Das kleinformatige, zentrierte Bildgedicht tritt seinen Betrachter*innen entgegen wie zwei geöffnete Hände, nicht größer.

V or fast zwei Jahrzehnten, im Jahr 2001, begann dies alles mit den „Schnittstellen“. Hier entschied ich mich für ein starkes Detail in einem großen Bild, schnitt es heraus und so suchte der Bildprozess sich von da aus eine neue Wendung. Dies war die Zeit der Katastrophe des „9/11“ in New York. Da war es mir unmöglich, in Groß zu malen. Ich suchte stattdessen die rinnenden, ja, sickernden Bewegungen im Kleinformat, um schöpferisch tätig zu bleiben. Ich trug diese Bilder in meine damals aktuelle Ausstellung in die Aachener „Galerie Kämmerling“ hinein und viele Besucher*innen verstanden das sofort.

D ie kleinen Blätter hielten mich seitdem als Maler beständig in Bewegung: So zieht sich diese Spur der kleinen Übersetzung über das Miniaturformat als ein immer umfangreicher und variabler werdender roter Faden durch die gesamte Textur meiner Bildzyklen.
Kleine Blätter - sie sind eine werktragende Größe geworden.

E ine zweite Ankündigung: Im Dom Forum (an der Kölner Domplatte) wird am Donnerstag, dem 28. März, um 19.30 Uhr im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die ich mitgestalten werde, das Buch „Arbeit 5.0 oder Warum ohne Muße alles nichts ist“ vorgestellt. Das Buch ist 2018 im Wallstein Verlag erschienen. Hierin denken 30 Autor*innen über die Frage nach Arbeit und Muße in der modernen Gesellschaft und ihrem rasanten Wandel nach.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

U nter dem Titel „Hier muss man nichts müssen“ ist dort ein Gespräch über Muße und schöpferische Tätigkeit veröffentlicht, das der Theologe Thomas Menges mit mir geführt hat.
Die Herausgeber Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowki und Martin Ramb haben in diesem Sammelband fundierte Beiträge aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und den Künsten zusammengetragen. Sie stammen z. B. von den Professor*innen Christine Büchner und Ursula Nothelle-Wildfeuer, von Hartmut Rosa und Franzikus von Heereman, ebenso von der Filmemacherin Dr. Andrea Stoll und dem Schriftsteller Patrick Roth.

I ch freue mich sehr, wenn Sie sich für die Veröffentlichung und die Veranstaltung interessieren und die Zeit finden, die Podiumsdiskussion zu besuchen.

Herzliche Grüße,
Ihr Gerhard Mevissen
Monschau, 4. März 2019